Fördermittel-Scout
Die SPD-Fraktion im Gemeinderat Oyten möchte einen „Fördermittel-Scout“ in der Gemeinde-Verwaltung installieren. In einem von SPD-Ratsmitglied Heinz-Otto Großjohann formulierten Antrag an Bürgermeister Manfred Cordes (SPD) beziehen sich die Sozialdemokraten auf die zunehmenden Fördermöglichkeiten durch den Bund, das Land und insbesondere die Europäische Union. „Von diesen Mitteln hat unsere Gemeinden schon oft profitieren können“, betont Großjohann, „aber aufgrund der Aufteilung der Gemeindeverwaltung nach Sachgebieten ist es sicher schwierig, alle Fördermöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.“
Die SPD-Fraktion beantragt deshalb, die Möglichkeit zu prüfen, eine zentrale Stelle in der Verwaltung zu schaffen, die die Aufgabe hat, alle Fördermöglichkeiten, die für die Gemeinde von Interesse sein könnten, aufzutun und den entsprechenden Fachabteilungen der Verwaltung und auch den Gremien des Gemeinderates zuzuleiten. Die Person, die diese Stelle einnimmt, soll die entsprechenden offiziellen Veröffentlichungen durchsuchen, Internet-Recherche betreiben und Kontakt zu den relevanten Behörden unterhalten.
SPD-Fraktions-Vorsitzender Heiko Oetjen unterstrich das Ziel der Genossen, dass es sich aus Kostengründen entweder um eine Teilzeitstelle handeln solle und geprüft werden soll, ob freie Kapazitäten bei geeigneten Mitarbeitern der Verwaltung zur Verfügung gestellt werden könnten. „Um möglichst effizient zu arbeiten, könnte der Fördermittel-Scout auch zusammen mit den umliegenden Kommunen oder auch nur einem Nachbar beschäftigt werden“, betont Oetjen mit Blick nach Achim und Ottersberg.
Nach Ansicht der Oytener SPD-Fraktion würde eine gut funktionierende Stelle dieser Art die entsprechenden Fachbereiche der jeweiligen Verwaltungen entlasten. „Dadurch kann dann auch der Gemeindehaushalt entlastet werden“, wie SPD-Finanzexperte Volker Schröder meint, „auch wenn zuerst wohl einmal Personalkosten entstehen. Doch die werden sich schnell rechnen.“
Oyten/Landkreis. Anlässlich der aktuellen Debatte über den Ausbau von Krippenplätzen für Kinder unter drei Jahren hat stellvertretender Landrat Heiko Oetjen (Oyten) sich vor dem gemeinsamen sozialpolitischen Arbeitskreis der SPD-Kreistagsfraktion und des SPD-Kreisvereines Verden im Achimer Hotel Gieschen kritisch geäußert. “Die anhaltende Diskussion über den gestiegenen Bedarf an Krippenplätzen für unter Dreijährige und über die Sorge der Kommunen, den Krippenausbau nicht zu schaffen, macht deutlich, dass die Schwarz-Gelbe Bundesregierung hier dringend handeln muss”, so Heiko Oetjen in der vom SPD-Sozialexperten Fritz-Heiner Hepke moderierten Tagung.